Samstag, 21. Oktober 2017

Gedankenkarusell anhalten und Gelassenheit finden


Um das Gedankenkarusell anzuhalten und Stille zu finden, gibt es eine besonders wirksame Methode, die darin besteht, dass wir auf die Pausen zwischen den Atemzügen achten. In diesem Augenblick zwischen dem Einatmen und Ausatmen finden wir Stille.


Atmen müssen wir, um zu leben. Wir haben jedoch Einfluss auf den Rhythmus und die Schnelligkeit unserer Atemzüge. Atemübungen, die jahrtausendealt sein können, sind dazu da, unseren Geist ruhig und ausgeglichen zu machen. Durch bewusst Atemkontrolle kommen wir in einen Zustand der Gelassenheit.



Wer dieses Stillsein geübt hat, für den werden Alltagsprobleme nicht mehr so leicht zur Krise. Dann weitet sich unser Blick und wir erkennen die Welts als einen Ort der Fülle, der uns ein reiches erfülltes Leben ermöglicht.


Es geht immer weniger darum, es zu etwas zu bringen, und es wir uns klar, dass das Leben kein Kampf sein muss.





Montag, 9. Oktober 2017

Vom Entstehen und Vergehen dem Tod und der Sehnsucht




Wir müssen uns erlauben, Angst vor Umbrüchen zu haben, die der Tod des Alten einleitet. 
Die Todesfurcht - gleich ob es um den Tod des Körpers, einer Denkweise, einer Beziehung, einer Lebenssituation oder eines Traums handelt - muss ganz bewusst erlebt und dann überwunden werden, damit es zu neuem, gesundem Wachstum kommen kann.

Unterschied zwischen Behandlung und Heilung:

Eine Behandlung oder Kur kann vielleicht Symptome beseitigen, während Heilung sehr viel tiefer ansetzt und sich mit den Ursachen der Krankheit befassen muss.
Heilung steht erst am Ende einer Reise, auf der das Leben in allen Aspekten grundlegend transformiert werden muss.

Solche Heilung schliesst nicht aus, dass man doch stirbt, aber man geht dann mit seinem geheilten Ich in das nächste Leben.

Der Tod ist nur eine Tür, die zum Weiterleben in der Welt des Geistes führt.


Alles muss sterben, damit neues geboren werden kann. Tod und Leben halten sich stets die Waage.

Auf dem Weg des Jaguars können wir den Ausgleich zwischen zwei Polen finden:


  • einen zupackenden Leben, in dem wir beherzt unsere Chancen wahren
  • und eine empfänglichen, hinnehmenden Lebenshaltung, die es uns erlaubt, uns dem übergreifenden Schöpfungsprozess zu überlassen.
Es ist ein subtiles tänzerisches Spiel der aggressiven Männlichen Energie und der empfänglichen weiblichen Energie.



Der Jaguar lehrt uns, nicht zu horten, nicht mehr zu nehmen als wir brauchen, das Mutter Erde uns mit allem reichlich versorgt.
Wir dürfen darauf vertrauen, dass das, was uns hinter der nächsten Kurve erwartet, besser ist, als wir jetzt erkennen können.

In der Auseinandersetzung mit dem Jaguar lernen wir, dass wir die Vergangenheit hinter uns lassen können, und von da an verfügen wir über mehr Optimismus und Einfallsreichtum.


Die untergehende Sonne bereitet uns keine Sorgen, sondern wir freuen uns an den Sternen des Abendhimmels und wissen, dass die Sonne zur rechten Zeit wieder aufgehen wird.

Mögliche Verluste - unserer Jugend, unserer Habe, unserer Lieben, unserer Gesundheit - beschäftigen uns nicht mehr gar so sehr. Wir entwickeln eine gesunde Beziehung zum Tod.

Entropie:

Der Betriff "Entropie" beschreibt ein physikalisches Gesetz, nach dem sich alles im Universum nach und nach von einem ungeordneten Zustand in Richtung Unordnung, Chaos und Tod bewegt.
Aber vorübegehende Unordnung und Orientierungslosigkeit sind die notwendigen Bedingungen einer Reorganisation auf höherem Niveau.

Im Westen des Medizinrades setzen wir uns mit Zerstörung und Wiedergeburt auseinander, mit der natürlichen Ordnungs des Universums.
Im Hinduismus wird der Zyklus von Zerstörung und Widergeburt von den Trimurti repräsentiert, den drei Hauptgottheiten des Kosmos: 
  • von Brahma, dem Schöpfer
  • Vishnu, dem Erhalter und
  • Shiva, dem Zerstörer
Unsere Angst und verflüchtigst sich, wen wir uns ihr gestellt haben, wenn wir Verlust und Verzweiflung bis ins Mark gespürt haben, wenn wir die Angst nicht mehr leugnen und nicht mehr weglaufen.

Wir lassen und auf das Chaos der Schöpfung ein, dieser Ursuppe, aus der neues Leben kommt. Wir lassen zu, dass uns das Unbekannte tief verunsichert, wir lass die Sicherheit des Standes hinter uns und wagen uns im Bewusstsein der Risiken, aber auch der Chancen in unbekannte Gewässer.

Liebe kennt keine Garantien. Rumis sagt zu seiner Geliebten: "Denn ich habe aufgehört zu sein, nur du bist noch da".
Alle Liebe ist im Grunde genommen die Sehnsucht nach dem Geist, dem wahren Geliebten, ist und ich eigentliche nicht den Verlust meiner jeweiligen Partnerin fürchtete, sondern mich die Angst bewegte, dass ich mich nicht finden würde.
















Verheissungsvolle Zukunft


Es gibt zwei grosse Erweckungsmomente:

Der erste besteht in der Erkenntnis unserer Vergänglichkeit, wenn uns bewusst wird, dass unsere Zeit auf der Erde irgendwann abläuft.

Wenn wir uns das zu Herzen nehmen, wissen wir von da an um die Kostbarkeit jedes Augenblicks, und user Leben ist ein anderes geworden.

Zum weiten grossen Erwachen kommt es, wenn wir uns über die Todesfurcht erheben und erkennen, dass unser wahres Wesen eigentlich ausserzeitlich ist - im droht kein Tod.

Es genügt jedoch nicht, unsere Unsterblichkeit nur intellektuell zu verstehen, sondern wir müssen uns dessen bis in die Zellen hinein bewusst sein.

Die Überwindung der Todesfurcht wirkt ungemein befreiend.

Anschliessend werden Sie Ihre kreativen Fähigkeiten besser einsetzen können., um im normalen Wahnsinn des Alltags Ihre Ruhe zu bewahren:


  • Das Stimmengewirr des Dschungels verwandelt sich in Musik
  • Eine Tragödie wird zum Fundament einer neuen, befriedigenden Lebensform
  • Sie sehen Ihre eigene Zukunft und die des Gemeinwesens verheissungsvoller
Mit der Erkenntnis, dass Sie und alle Lebewesen für immer miteinander zu tun haben, verbindet sich ein Aufruf: der Erde und allen ihren Bewohnern zu dienen.


Nachdem Sie den Weg des Jaguars gegangen sind, werden Sie sich Geschichten einer neuen Art zu erzählen haben.
Geschichten, die Sie beflügeln, weil es darin nicht mehr nur um die Befriedigung unmittelbarer Bedürfnisse geht. 





Lassen Sie sich aber gesagt sein, dass Sie die Todesfurcht nicht einfach überspringen können, um rascher ans Ziel zu kommen.
Sie werden wahrscheinlich in alte Verhaltensweisen zurückfallen, die auf Angst gründen, und die Probleme, die Sie hinter sich zu lassen gedachten, sind wieder da.

Wird die Herausforderung des Jaguars nicht ganz angenommen, wächst uns das Leben wieder über den Kopf, und dann bleibt keine Zeit für die wirklich wichtigen Dinge.

Wenn wir die Angst in den Griff bekommen wollen, müssen wir uns auf ihre natürliche Funktion als Frühwarnsystem besinnen und dürfen sie nicht als unsere gewohnte Verfassung akzeptieren. Angst macht uns auf mögliche Gefahren in unserer Umgebung aufmerksam, so dass wir angemessen darauf reagieren können.

Setzt sich die Angst jedoch in unserem Nervensystem fest, wird man uns schliesslich als "angsbesetzt" bezeichnen müssen.
Auf der HPA-Achse herrscht dichter Verkehr, und das Leben gleitet auf allen Ebenen ins Chaos ab.

Biologisch gesehen bestimmen Ausgewogenheit und Komplexität die Gesundheit des Körpers. 

Unser Körper ist hoch komplex und besteht aus Billionen von Einzelzellen. Das ganze braucht einen inneren Zusammenhang und ein harmonisches Zusammenwirken, erst daraus entsteht Gesundheit. Hundert Leute mit hundert Instrumenten sind noch kein Orchester. Erst wenn sie ihr Spiel aufeinander abstimmen, entsteht Musik.

Das gleiche gilt auch auf der Ebene der Zellen. Geordnet funktionierende Zellen sorgen für Gesundheit, während entgleiste Zellen in einem primitiven Zustand zurückverfallen und beginnen unkontrolliert Gewebe (Tumore) zu bilden. Sie folgen nicht mehr den Anweisungen der Mitochondrien (überwachen die Lebenszeit), zum richtigen Zeitpunkt zu sterben, damit junge und vitale Zellen ihren Platz einnehmen können.

Was auf Zellebene geschieht, spielt sich auch in unserem Leben ab. Wenn wir nicht akzeptieren, dass alles im Leben ein Ende hat, dann beherrscht uns die Todesangst und reduziert unsere Lebenskraft.












Eine neue Mythologie - das Göttlich-Weibliche



Die göttliche Mutter, Symbol der Weiblichkeit, findet sich in allen Kulturen - als die Madonna, als Kali oder Guanyin, sogar als die Weisheit selbst, die Mutter aller Buddhas.

Schamanen suchen die göttliche Mutter in deren eigener Domäne auf, in jener dichten und dunklen Innenwelt, in die wir gelangen, wenn wir uns unserer Todesfurcht stellen müssen.

Diese Reise ist im Medizinrad der Westen zugeordnet, die Richtung der untergehenden Sonne.

Treffen wir das Göttlich-Weibliche in der Aussenwelt, sind wir hingerissen. Ein Mann sieht die Götting in der Frau, in die er sich verliebt - bis sie ihm sein Leben zu sehr durcheinander bringt.
Wenn Frauen der Göttin begegnen, erheben sie sie häufig zum Idol oder beneiden sie, anstatt zu erkennen, dass diese Schönheit und Kraft auch in ihnen selbst steckt.



Die Göttin ist die Wunscherfüllerin, die auch unsere tiefen, unbewussten Wünsche erfüllt - und die können Elemente beinhalten, die unseren Untergang einleiten, wenn wir nicht aufpassen.

Für Schamanen ist der Jaguar ein Symbol für die göttliche Weiblichkeit.





Ein Jaguar muss sich nicht beweisen. Er jagt, streift umher und schläft, wie es ihm gerade zumute ist - ein ausgeglichenes, geruhsames Leben.

Auf unserem Weg zum Göttlich-Weiblichen leitet uns die Weisheit des Jaguars, wir lösen uns von der Angst vor dem Unbekannten und vertrauen darauf, dass nur das in uns stirbt, was im Interesse alles Lebendigen erneuert werden muss.
Der Kreislauf von Leben und Tod sorgt dafür, dass immer wieder Harmonie hergestellt wird, und allen Lebensformen geht es gut, solange die "Bilanz" der Natur ausgeglichen bleibt.

Der Jaguar lässt uns mit Zuversicht und sicherem Schritt hinausziehen, immer in der Gewissheit, dass wir unsere wahren Ziele ansteuern und dabei unserer Bestimmung treu sind.

Jaguar-Energie schenkt uns Augenmass und gesunden Menschenverstand in einer aus den Fugen geraten Welt, selbst wenn wir starr vor Schreck oder völlig ratlos sind oder mit einer drohenden schweren Erkrankung zurechtkommen müssen.

Jaguar gibt uns zurück, was wir an Kraft und Zuversicht benötigen - und an Gesundheit. 
Wer sich von Jaguar leiten lässt und darin weit genug geht, findet am Ende ins Reich der Göttin und wir ihrer Weisheit unmittelbar teilhaftig.

Wir können uns jetzt sogar Hoffnung machen, dass wir wie die alten Weisheitshüter der Maya den Tod besiegen und unsere unsterbliche Natur entdecken werden.

Die Schamanen der alten Zeit glaubten, dass Unsterblichkeit in uns angelegt ist. Es liegt an uns, diese Anlage zu entwickeln, damit unser Bewusstsein den Tod überlebt.

Die Maya sprachen von der "Entdeckung des Jaguarkörpers". Im tibetischen Buddhismus ist der Lichtkörper die Entsprechung für den Jaguar-Körper.


















Sonntag, 8. Oktober 2017

Eine neue Mythologie - die Schlange


Stonehenge in England und Machu Picchu in Peru, uralte heilige Stätten sind vielleicht die berühmtesten Beispiele einer Spiritualität, die inning mit dem Land und den Zyklen der Natur verbunden sind.
Kennzeichen beider Stätten sind gewaltige Steingebilde, die eine Ausrichtung auf den Jahreslauf der Sonne erkennen lassen:
Von der Frühjahrs-Tagundnachtgleiche zur Sommersonnenwende zur Herbst-Tagundnachtgleiche und schliesslich zur Wintersommerwende.

Das Medizinrad führt uns vor Augen, wie wir mit den Herausforderungen auf dem Weg der Transformation umgehen können. Wir folgen dem Rad von Süden nach Westen, Norden und Osten und lernen unterwegs, wie wir mutiger und kreativer leben können, um uns auf unsere Heilung vorzubereiten.


Die mit dem Medizinrad verbundenen Praktiken sind nicht bei allen indigenen Völkern Amerikas gleich. Wir folgen hier dem, was die Schamanen im Amazonasgebiet lehren. 

Wir beginnen im Süden mit dem Weg des Heilers und der Heilung unsere alten Wunden. 

Es folgt im Westen die Reise zum Göttlich-Weiblichen, auf der wir uns der Todesfurcht stellen.

Im Norden schliesst sich der Weg des Wissenden an, und hier lernen wir, still zu sein wie die glatte Oberfläche des Sees, der alles wiederspiegelt und nichts verzerrt.

Zuletzt kommen wir in den Osten zum Weg des Sehers oder Visionärs, und hier üben wir, Mitschöpfer zu sein und die Welt ins Dasein zu träumen.

Es sind Beispiele für die klassischen Heldenreise, auf der wir das Gewohnte hinter uns lassen und furchtlos ins Unbekannte aufbrechen.




Das Werk der Transformation kann uns niemand abnehmen. Das Universum ist immer bereit zu helfen, aber nur mit der nötigen Bescheidenheit werden wir wirklich etwas davon haben. Ohne diese Bescheidenheit fallen wir allzu leicht in das Alte und Gewohnte zurück, in die lähmenden alten Ich-Geschichten.

Das Ego würde gern das Medizinrad einmal schnell umrunden und dann gleich vollkommen geheilt sein, aber so funktioniert Transformation nicht. Wir müssen uns geduldig und engagiert die Lektionen aller vier Richtungen erarbeiten, dann erst sind wir bereit.

Der Weg des Heilers beginnt im Süden des Medizinrades.
Der Süden ist die Domäne der Schlange.

Der Schlagen-Archetyps steht überall auf der Welt für Sexualität und Lebenskraft. Die Schlange steht auch für die Instinkte und ein prosaisches Denken: Alles ist einfach so, wie wir es sehen, keine Schattierungen, kein Schillern - "So ist es nun mal".
Gefühlsregungen spielen keine Rolle, wir handeln unsentimental wie die buchstäbliche kaltblütige Schlange.



Die Schlange treibt uns an, wenn es alte Identitäten abzulegen und drastische Veränderungen einzuleiten gilt. 
Wir dürfen aber nicht im Schlagenbewusstsein bleiben, sonst gleiten wir in ein achtloses Leben ab, in dem wir uns nur für unsere eigenen Belange interessieren und auf die Gefühle und Bedürfnisse anderer keine Rücksicht nehmen.
Wir halten am Bekannten fest, an Identitäten und Rollen, die in der Vergangenheit einen Nutzen für uns hatten. Sehr oft handelt es sich dabei um Identitäten, die wir nicht bewusst gewählt, sondern aufgrund von familiären und gesellschaftlichen Einflüssen übernommen haben.
Wenn unsere Augen das Gestern im Blick haben, erkennen wir oft nicht die Möglichkeiten, die direkt vor uns liegen.
Wenn wir anstehende Veränderungen aufschieben, dass verengt sich unser Gesichtsfeld, wie bei einer Schlange, die weniger gut sieht, während sie sich häutet.
Dann sehen wir nicht Chancen, sondern Gefahren und experimentieren gar nicht erst mit neuen Lebensformen, die uns glücklich machen und eine tiefere Selbsterfahrung ermöglichen könnten.

Aufhören gegen Windmühlen zu kämpfen

So beängstigend und schwierig es uns erscheinen mag, die alten Geschichten und Kämpfe hinter uns zu lassen, das Schwert und den emotionalen Panzer abzulegen, so entscheidend wichtig ist dieser Schritt für unsere Entwicklung. 
Ohne diesen Schritt erkennen wir den Gral nicht und können seine Heilkraft nicht befreien. Das lernt uns die Geschichte von Parzival.

Auf dem Weg des Heilers durchbrechen wir die Ketten der Schuldzuweisungen und schlüpfen in eine neue Rolle. Wir schreiben eine neue Geschichte, die nicht nur uns selbst befreit, sondern auch künftige Generationen.

Unser Leben lang tun wir es der Schlange nach und legen immer wieder Identitäten ab, die zu eng geworden sind. Irgendwann wird sich zeigen, dass die Rollen einfach Anzüge sind, die wir in den Schrank hängen, die wir tragen oder ausziehen können, wie es die Umstände erfordern.

Wenn Sie das Werk des Südens getan haben, können Sie der order die Träumende sein, so Sie bisher der Geträumte waren, Sie können heilen anstatt auf der Empfängerseite des Heilens zu stehen, und Ihr Leben widerfährt Ihnen nicht mehr, sondern Sie erschaffen es.

Nach dem Weg des Heilers blicken Sie in eine neue Richtung des Medizinrades: nach Westen. Hier beginnt der Weg des Jaguars.























Sonntag, 1. Oktober 2017

Toxische Emotionen - wie wir uns das Leben schwerer machen, als es ist !


Was ist eigentlich mit uns los, wenn wir mal nicht "gut drauf" sind? Gibt es einen Anlass oder wo kommt das Gefühl her?
Warum legt sich manchmal eine Schwere über uns, die uns niederdrückt oder unzufrieden macht?
Kennst Du das Gefühl von so einer grundlegenden Negativität - und Du hast keine Ahnung woher es kommt?
Dann ist es höchste Eisenbahn für eine Reinigung deiner Gefühle!


Wie wir negative Gefühle ansammeln



Jeden Tag haben wir unzählige Gedanken - ja tausende davon produzieren wir in jeder Minute unseres Lebens. Beobachte Dich einfach mal 5 min selbst und spreche alles laut aus, was Dir in durch den Kopf geht!

Überrascht, was so alles an Aktivität in deinem Gehirn geschieht?

Das ist eine menschliche Facette unseres Seins. Und jeder Gedanke, den wir denken wird gleichzeit auch von uns bewertet. Wir legen über alles, was wir denken unsere Bewertungsfilter. Diese Bewertungen lösen dann in uns bestimmte Gefühle aus. So etwa Ablehnung, Empörung, Verletzung, Freude, Unsicherheit und und und. Diese ganzen Gefühle produzieren wir zu Hauf. Sie sind uns gar nicht bewusst. Hinzu gesellen sich dann noch die Gefühle, die wir bewusst jeden Tag registrieren, wenn wir uns über unseren Kollegen aufregen oder den doofen Typen, der uns mit seinem Auto geschnitten hat.

Du kannst Dir also vorstellen, wieviele Gefühle wir jeden Tag durchleben! Die meisten, wie gesagt, unbewusst.


Wo sammeln wir diese vielen Gefühle ?



In den alten Gesundheitstraditionen wie dem Tao, dem Ayurveda oder der chinesichen Medizin wird überliefert, wie und wo sich in unserem Körper Gefühle bilden. Denn von einem Gedanken zu einer fühlbaren Wahrnehmung brauchen wir unseren Körper.

Hier kommen unsere Organe ins Spiel. Unsere Organe sind unsere Gefühlsfabrik. Sie mixen einen spezifischen Cocktail mit unseren Hormonen.

Alles, was wir fühlen, durchläuft als geformte Lebensenergie unsere Organe.

Aber nicht nur das. Vielleicht kennst Du das Sprichwort: " Das musste ich erstmal wegstecken." Das sagen wir, wenn uns etwas widerfahren ist, was nicht so einfach für uns war.

Hast Du Dich schon einmal gefragt wohin wir diese Sachen "wegstecken" ? - Richtig, wir packen sie irgendwo in unseren Körper. Jeder Mensch hat dafür eine spezifische Taktik. Einige packen Ihren ganzen Ballast auf die Schultern, andere in ihren Rücken und andere tief ins Herz.

Beim Massieren des gesamten Körpers geht als also immer darum, der Art "Verstecke" sanft aufzulösen und dann besten Falls für die Zukunft die Taktik des "Wegsteckens" zu ändern.

Organe und Gefühle



Ich stelle Euch hier die Zuordnung aus der Tao- Tradition vor. Sie gibt uns schöne Anhaltspunkte für das Erkennen eigener Denkmuster. So kannst Du Dich hinterfragen, welche Emotionen Dich ansprechen. Es ist natürlich auch ein Konzept und wie gesagt, Du steckst ja auch nach deiner eigenen Taktik, die Dinge anderweitig weg. Also siehe es als Anhaltspunkt und als keine Absolutheit.



Ändere Deine Taktik


Anstatt all diese ganzen Gefühle zu einer richtig großen Last werden zu lassen, kannst Du Dich regelmäßig daran machen, deine Ansammlung mal wieder aufzulösen. Je größer unsere Ansammlung wird, desto mehr manipuliert sie unser SELBST-Gefühl. Irgendwann sind wir so voll von all den Gefühlen, dass wir uns SELBST garnicht mehr spüren. Und dann glauben wir, wir wären diese negativen Gefühle von Mutlosigkeit, Negativität und Scham.

Ach herje, das muss nicht sein. Vielleicht hast Du bei der Übung " 5 min alles laut aussprechen" schon gedacht, was Du alles für einen Blödsinn in so kurzer Zeit denkst? - Genau, und genauso blödsinnig sind die dazugehören Gefühle. Sie bedeuten einfach nichts. Sie sind das Resultat unseres so aktiven Monkeyminds!

Nimm sie nicht persönlich, sondern beginne noch heute mit deiner täglichen Reinigungsroutine! Am Besten ist es, wenn wir uns Abends die Zeit nehmen z.B. die Healingsounds zu machen, um klar und gereinigt ins Bett zu gehen. Kein Ballast- keine Gedanken- all das müssen wir weder mit in den Schlaf noch in den nächsten Tag mitnehmen!

Samstag, 30. September 2017

Intuition



Unsere Annahmen über die Welt können uns auf unmerkliche Weise unter Stress setzen.
Solche Überzeugungen haben wenig mit Intelligenz oder Bildungsstand zu tun dafür umso mehr mit Kindheitserfahrungen, die unser Weltbild prägen - ein Weltbild, das unser Hirn dann für bare Münze nimmt.



Wenn wir uns eine Meinung bilden, gewichten wir alles, was mit unseren Ansichten übereinstimmt, viel stärker als anderes, das unserer Sicht der Dinge widerspricht.
In der westlichen Kultur gelten Wissenschaft und Ratitonalität in der Regel mehr als Intuition, und selten komme es zu Bestrebungen, beiden Arten der Erkenntnis so zu verbinden, dass man ein wirklich umfassendes Bild bekommt.

Solange wir uns nur einer der beiden Erkenntnisarten bedienen, besteht die Gefahr, dass wir voreingenommen sind, ohne es zu wissen. Wir beharren darauf, dass ein streng wissenschaftlichen Vorgehen zu verlässlicheren Ergebnissen führt als Intuition und wir ignorieren die Erkenntnis, dass wir mit einer Kombination beider Ansätze zu den besten Ergebnissen kommen.

Interessant ist, dass in der Wissenschaft Intuition eine wichtige Rolle spielt. Innovative Wissenschafter haben ihre Erfolg oft einer Intuition zu verdanken (Heisenberg: Quantenphysik, Crick: Molekularbiologie).

Douglas Dean und John Mihalsky haben zehn Jahre lang zum Phänomen der aussersinnlichen Wahrnehmung bei hohen Entscheidungsträgern in der Industrie geforscht und festgestellt, dass diejenigen, die risikobehaftete Entscheidungen letztlich aufgrund intuitiven Eingebungen trafen, deutlich höhere Gewinne einfuhren, als andere, die sich allein auf Fakten und Logik beriefen.

Intuition ist nicht unbedingt so irrational, wie gestandene Rationalisten annehmen. So haben die beiden Nobelpreisträger Herbert Simon und Daniel Kahneman bei ihren Forschungen herausgefunden, dass Experten, die ihre Entscheidungen intuitiv treffen, letztlich aus einem grossen Erfahrungs- und Wissenschatz schöpfen.

Die Fähigkeit aus einer Quelle der Weisheit zu schöpfen,  die im Laufe der Generationen in der Zusammenarbeit mit den Geist entstand, ist kostbar und führt zu besseren Resultaten.










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